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Tattoo & Piercing

Woher kommen Tattoos?

Die ältesten Tattoo-Funde sind etwa 7000 Jahre alt und wurden im Norden Chiles bei Ausgrabungen entdeckt. Auch der berühmte „Ötzi“ besaß weit über 50 Tattoos. Aber woher stammen die ersten Kunstwerke? Bei Forschern herrscht diesbezüglich nur in einem Punkt Einigkeit: den genauen Ursprung des Tätowierens zurückzuverfolgen ist nicht möglich. Man geht heute davon aus, dass sich die Tätowierkunst in vielen Kulturen unabhängig voneinander entwickelt hat. Wie lange sich Menschen also schon tätowieren lassen, bleibt ein Mysterium.

Tattoo-Techniken

Sämtliche Tattootechniken haben eine Gemeinsamkeit: Die Haut wird mit Hilfe spitzer Gegenstände durchstochen und ein Farbstoff wird eingebracht. Wichtig ist dabei die richtige Stichtiefe. Zu oberflächlich - und die Farbe wächst bei der Hauterneuerung heraus. Zu tief – und es kommt zum Blowout. Grob unterscheiden, kann man zwischen den traditionellen Methoden, bei denen per Hand geklopft wird und der elektrischen Tätowiermaschine. Allerdings werden in machen Kulturen, wie zum Beispiel bei den Eskimos auch in Farbe getränkte Fäden unter der Haut durchgezogen, um ein Bild zu erhalten.

Historie des Piercings

Das Piercing ist eine der ältesten existierenden Formen des Körperschmucks. Metall-, Holz- oder Knochenstäbe wurden schon vor tausenden Jahren als Zeichen zur Erkennung der Zugehörigkeit einer bestimmten Gruppe, Stammes, oder Gesellschaftsschicht verwendet. Bei Naturvölkern hatte das Tragen eines Piercings oft auch eine rituelle Bedeutung. Diese urtümlichen Piercings dienten als Vorlage für die heutzutage meist als Körperschmuck getragenen Piercings.Auch im religiösen/spirituellen Kontext wurden und werden bis heute rituelle Piercings wie z.B. beim thailändischen Fest der neun Kaisergötter, dem Sonnentanz verschiedener Indianerstämme oder bei der so genannten Body-Suspension der heutigen Bewegung der Modern Primitives gestochen.

Piercing-Techniken

Es wird generell zwischen der klassischen Piercing-Technik (Piercen/Punchen), also dem Durchstechen der Haut und den neuen Techniken wie den Surfacepiercings (Hautpiercings/Oberflächenpiercings) unterschieden. Beim klassischen Piercen wird die Haut mit einer sterilen Einweg-Verweilkanüle (Venflon) durchstochen. Nachdem die Nadel entfernt wurde wird das verbliebene Plastikröhrchen durch den Erstschmuck ersetzt. Beim Punchen wird hierfür eine hohle Nadel deren Spitze nicht spitz zuläuft, sondern flach, ist verwendet. Mit dieser Nadel wird Gewebe komplett aus dem Stichkanal entfernt bzw. gestanzt. Surface Piercings werden auch als Hautpiercings oder Oberflächenpiercings bezeichnet. Es sind Piercings die auf der Körperoberfläche plaziert sind, deren Ein- und Ausstichskanal auf einer Ebene liegen.